1. Strom abschalten! Vor Beginn der Tapezierarbeiten muss im ganzen Raum per Sicherung der Strom abgeschaltet werden.
2. Loten: Kaum eine Ecke im Raum läuft genau senkrecht.
Deshalb: Die erste Bahn an jeder neuen Wand ausloten, bzw. mit Wasserwaage eine senkrechte Linie markieren.
3. Steckdosen und Schalter...
werden, nach dem Entfernen der Schutzdeckel, übertapeziert. Tapete über
den Schaltern kreuzförmig einschneiden und Schaltmechanik von Kleister
reinigen. Nach dem Trocknen der Tapete die Dosen mit dem Cuttermesser
sauber ausschneiden.
Deckel von Verteilerdosen werden übertapeziert.
4. Türöffnungen...
werden von einer Seite antapeziert. Tapete scharf am Rahmen
abschneiden. Über der Tür ein Stück rapportgerecht einpassen. Dann die
nächste volle Bahn über der Tür mit Zugabe ansetzen und mit dem
Cuttermesser am Rahmen anpassen.
5. Fensternischen...
werden ebenfalls von einer Seite antapeziert. Man setzt die Bahn aber
nicht an der Kante der Fensteröffnung, sondern läßt sie so weit
überstehen, dass die Tiefe der Nische, plus Zugabe, abgedeckt wird.
Überstand oben und unten einschneiden, in die Laibung einklappen und
genau am Fensterrand beschneiden.
Das Stück über dem Fenster mit etwas Überstand abschneiden. Ein
zugeschnittenes Bahnstück, das auch für das Einklappen von oben her in
die Laibung ausreicht, wird über dem Fenster im Rapport eingepasst, so
dass es den Überstand überlappt. Hier kann dann freihand der senkrechte
Doppelnahtschnitt mit dem Gleitfußmesser erfolgen, der genau in der
Nischen-Ecke enden sollte. Nach dem Entfernen des Verschnittstreifens
unter der Naht wird die überstehende Bahn grob, mit Zugabe,
zugeschnitten, in die Laibung eingeklappt, angedrückt und mit dem
Cuttermesser am Fenster eingepaßt. Weitere Fensterbahnen werden im
Rapport tapeziert.
Die Aussparungen für den Rollladen-Gurt sauber ausschneiden, so dass die Schnittkanten von der Blende abgedeckt werden.
6. Dachschrägen...
können dort Probleme bereiten, wo sie auf senkrechte Wände stoßen. Wenn
die Hohlkehle gleichmäßig verläuft, kann eine volle Bahn von oben bis
in die Ecke geklebt werden. Dort die Bahn trennen und den unteren Teil
neu ansetzen. Die obere Bahn muss dabei die untere überlappen. Falls
die Hohlkehle nicht gerade verläuft, schneidet man die obere und untere
Bahn jeweils getrennt mit Zugabe. Nach der oberen Bahn klebt man die
untere im Muster passend, so dass sie wieder unter die obere Bahn
reicht.
7. Rundbögen:
Hier werden zuerst die Wandbahnen neben und über dem Bogen mit
2 - 3 cm Überstand tapeziert. Diese Überstände mehrmals einschneiden,
umklappen und in den Rundbogen einkleben. Dann die genau zugeschnittene
Laibungsbahn einsetzen. Saubere Anschlüsse, vor allem bei gemusterten
Tapeten, erzielt man durch den Einsatz von Eck-Profilleisten, die jeder
Rundung anzupassen sind.
So werden die (zwangsläufig) nicht zusammenpassenden Muster an Laibung und Wand optisch sauber getrennt.
8. Bei Abschlüssen zwischen Tapete und Sanitärobjekten...
wie z.B. Waschbecken, Badewannen usw. wird die Tapete zunächst grob mit
der Schere eingeschnitten, angedrückt und dann am Spachtel mit dem
Cuttermesser genau dem Objekt angepasst.
Bei Sanitärobjekten kann Nässe hinter die anstoßende Tapete dringen.
Diese Stellen müssen mit einem speziellen elastischen Dichtstoff
abgedichtet werden.
9. Bei Rohrdurchführungen...
wird die Tapete bis zur Durchführung eingeschnitten und im Bereich des
Rohres sternförmig angepasst. Nach dem Andrücken kann man mit dem
Cuttermesser sehr genau um das Rohr herum nachschneiden.
10. Trocknen der Tapete
Während die neue Tapezierung antrocknet, sollen unbedingt Durchzug und
starkes Heizen vermieden werden, weil sonst durch ein zu schnelles
Trocknen die Papierspannung zum Aufplatzen der Nähte führen kann.
Die Raumtemperatur sollte möglichst bei ca. 18 Grad Celsius liegen.